Meditation braucht keine Disziplin, sondern Erlaubnis

Vielleicht hast du dir zum Jahreswechsel etwas vorgenommen. Mehr Ruhe. Mehr Zeit für dich. Vielleicht sogar eine regelmäßige Meditationspraxis.

Und vielleicht merkst du jetzt, ein paar Tage später, dass es schwieriger ist als gedacht.

Der Alltag ist wieder da. Termine, Verpflichtungen, To-do-Listen. Und mit ihnen oft ein leiser innerer Druck.
Ich sollte doch dranbleiben.
Warum fällt mir das so schwer?

Genau hier beginnt für viele die Selbstkritik. Und genau hier möchte ich dich heute abholen.

Der große Irrtum: Meditation braucht Disziplin

Meditation wird oft in einen Topf geworfen mit Durchhalten, Konsequenz und Selbstoptimierung. Als wäre sie etwas, das man sich erarbeiten muss.

Aber Meditation funktioniert nicht über Disziplin.

Disziplin gehört zu einem System, das auf Leistung ausgerichtet ist. Auf Ziele, auf Ergebnisse, auf richtig oder falsch. Meditation hingegen wirkt auf einer ganz anderen Ebene. Sie ist kein Projekt. Sie ist eine Begegnung mit dir selbst.

Und Begegnungen lassen sich nicht erzwingen.

Warum Disziplin oft genau das Gegenteil bewirkt

Gerade Menschen, die ohnehin viel Verantwortung tragen, kennen Disziplin sehr gut. Sie organisieren, planen, halten durch. Sie funktionieren im Alltag zuverlässig.

Wenn Meditation dann auch noch zu etwas wird, das man „schaffen“ muss, entsteht schnell Widerstand. Nicht, weil Meditation nichts bringt, sondern weil das innere System sagt: Nicht noch etwas.

Der Druck steigt. Die Motivation sinkt. Und irgendwann gibt man ganz auf. Nicht aus mangelndem Willen, sondern aus Selbstschutz.

Was stattdessen wirklich hilft: Erlaubnis, nur für heute

Was ich in meiner eigenen Praxis und in der Begleitung vieler Menschen immer wieder erlebe, ist ein ganz einfacher, aber wirkungsvoller Perspektivwechsel.

Nicht: Ab jetzt meditiere ich jeden Tag.
Sondern: Heute erlaube ich mir zu meditieren.

Nur heute.
Nicht für morgen.
Nicht für die nächste Woche.

Diese innere Haltung nimmt enorm viel Druck heraus. Sie macht den Raum kleiner, überschaubarer und freundlicher. Und genau dadurch wird es oft überhaupt erst möglich, sich hinzusetzen.

Und am nächsten Tag darf man sich diese Erlaubnis einfach wieder neu geben. Nicht als Pflicht, sondern als bewusste Entscheidung für sich selbst.

Meditation funktioniert nicht mit Disziplin lieber das Just for Today Prinzip anwenden.

Versuche doch einfach einmal das aus der Achtsamkeitspraxis stammende “nur heute” bzw. “just for today”- Prinzip umzusetzen.

Meditation als sicherer Raum, nicht als Aufgabe

Meditation darf ein Ort sein, an dem du nichts leisten musst. Ein Raum, in dem du einfach da bist, so wie du gerade bist.

Manche Tage fühlen sich ruhig an. Andere unruhig. Manche Meditationen tief, andere oberflächlich. Und all das gehört dazu.

Meditation ist kein lineares Training. Sie ist ein Prozess, der sich deinem Leben anpasst.

Wenn die Selbstkritik lauter wird

Gerade jetzt, nach dem Jahreswechsel, steigt bei vielen Menschen die innere Bewertung. Die anfängliche Motivation war da, die Realität sieht anders aus.

Schon wieder nicht geschafft.
Warum bin ich so inkonsequent?

Vielleicht ist genau das der Moment, in dem es keinen neuen Vorsatz braucht, sondern einen freundlicheren Blick auf dich selbst.

Ein anderer Blick auf Dranbleiben

Dranbleiben bedeutet nicht, jeden Tag das Gleiche zu tun. Dranbleiben bedeutet, immer wieder zu dir zurückzukommen.

Manchmal für fünf Minuten.
Manchmal nur für einen bewussten Atemzug.
Manchmal auch mit der ehrlichen Erkenntnis: Heute brauche ich etwas anderes.

Auch das ist Teil einer lebendigen Praxis.

Ein sanfter Gedanke zum Schluss

Wenn du spürst, dass dir Meditation grundsätzlich guttut, aber der Einstieg gerade schwerfällt, darfst du dir Unterstützung erlauben. Nicht, weil du es alleine nicht könntest, sondern weil es leichter sein darf.

Ich habe dafür die kostenlosen Mini-Oasen ins Leben gerufen. Drei kurze, geführte Meditationen, unter 10 Minuten. Die dich sanft begleiten, ohne Druck, ohne Anspruch, ohne feste Vorgaben. Du bekommst sie über drei Tage zugeschickt und kannst dann bewusst wieder entscheiden, nur heute eine kleine Meditationseinheit zu machen.

Hier findest du alle Infos zu den Mini-Oasen.

Vielleicht ist heute ein guter Tag, dir diese Erlaubnis zu geben.
Nur für heute. 🤍

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