Meditationsroutine verloren? Warum das Ego dazwischenfunkt (und was wirklich hilft)

Vielleicht kennst du das: Du warst eigentlich gut in deiner Meditationsroutine. Es lief. Du hast dich ruhiger gefühlt, verbundener, klarer.

Und dann kam eine Pause. Durch Stress, Krankheit, den Alltag, Familienbesuch, durch das Leben.

Und plötzlich fühlt sich der Wiedereinstieg schwerer an als der Anfang selbst. Gedanken werden laut. Ausreden tauchen auf. Und innerlich meldet sich eine Stimme, die sagt:

„Heute lieber nicht. Morgen fange ich bestimmt wieder an.“
„Ich bin zu müde.“
„Ich habe gerade keine Zeit.“
„Es bringt doch sowieso nichts.“

Wenn du dich hier wiedererkennst, lass dir eines gleich zu Beginn sagen: Mit dir ist nichts falsch.

Was sich hier meldet, ist kein Versagen. Es ist dein Ego.

Warum dein Ego nicht möchte, dass du meditierst

Das Ego hat einen schlechten Ruf, dabei verfolgt es eigentlich eine gute Absicht: Es möchte dich schützen.

Das klingt erst einmal paradox. Denn Meditation ist ja keine Gefahr, zumindest nicht im körperlichen Sinne. Aber das Ego liebt das Bekannte. Die alten Muster. Die gewohnten Gedanken.

Meditation bedeutet etwas anderes: Bewusstheit. Klarheit. Veränderung.

Und genau davor hat das Ego Angst. Nicht, weil Meditation schlecht ist, sondern weil Veränderung für das Ego Unsicherheit bedeutet.

Solange wir in den bekannten Bahnen bleiben, fühlt sich alles kontrollierbar an. Hat ja bisher funktioniert. Wir leben ja noch. 😉

Deshalb funkt das Ego dazwischen, sobald du dich wieder hinsetzen möchtest.
Mit Gedanken wie:

  • „Ich habe gerade wirklich keine Zeit.“

  • „Ich fange morgen wieder an.“

  • „Heute bin ich zu müde.“

  • „Das bringt doch sowieso nichts.“

Das ist kein innerer Saboteur. Das ist ein Schutzsystem.

Und genau deshalb funktioniert Druck an dieser Stelle nicht.

Oft hilft es geführte Meditationen zum Wiedereinstieg in deine Meditationspraxis zu verwenden.

Wie du liebevoll wieder in deine Meditationsroutine findest

Der Weg zurück in die Meditation braucht keine Disziplin. Er braucht Sanftheit, Sicherheit und kleine Schritte.

Hier sind ein paar Impulse, die sich in der Praxis immer wieder bewährt haben:

1. Mach es dir leicht

Triff Entscheidungen vor der Meditation. Such dir vorab, eventuell schon am Vortag eine Meditation aus, die du machen möchtest.

Gerade für den Wiedereinstieg sind geführte Meditationen viel leichter als Stille. Du musst nichts „können“, nichts richtig machen und darfst einfach der Stimme folgen.

Denn: Je mehr Entscheidungen im Moment selbst anstehen, desto leichter kann das Ego dazwischenfunken.
Und schwupps ist die Zeit, die du dir nehmen wolltest oder konntest vorbei.

2. Lege dir eine feste Erinnerung an

Eine tägliche Erinnerung zur gleichen Zeit hilft enorm. Nicht als Druck, sondern als liebevolle Einladung. Vielleicht als Erinnerung im Handy, als Post-it an der Zahnbürste oder was für dich sinnvoll ist.

Wiederholung schafft Sicherheit. Und Sicherheit mag das Ego wiederum. So fühlt sich Meditation schneller wie ein vertrauter Teil deines Tages an, anstatt wie eine zusätzliche Aufgabe.

3. Nimm dir nur ein paar Minuten vor

Mini-Schritte sind der Schlüssel.
Sag dir nicht: „Ich muss jetzt 20 Minuten meditieren.“
Sondern sag dir lieber: „Ich nehme mir 5 Minuten für mich.“

Oft bleibt man dann ohnehin länger sitzen. Und selbst wenn nicht: Du hast etwas erreicht.

Das Nervensystem braucht Sicherheit, keine Leistung.

4. Erinnere dich an dein Warum

Du meditierst nicht, um „gut“ darin zu sein. Nicht, um etwas zu erreichen. Nicht fürs Außen. Du meditierst, um gut zu dir zu sein.

Um dich zu spüren. Um dir selbst zu begegnen. Um einen Moment nur für dich zu haben. Das darf der wichtigste Grund sein.

5. Sei sanft mit dir

Die Unterbrechung ist nicht das Problem. Wieder anzufangen ist der Erfolg.

Und jedes Mal, wenn du dich wieder hinsetzt, darfst du stolz auf dich sein. Nicht, weil du „durchgehalten“ hast, sondern weil du dir selbst wieder Raum gibst.

Dieses gute Gefühl danach ist es, was die Routine wirklich festigt.

Unterstützung für deinen Wiedereinstieg

Wenn du gerade spürst, dass dir passende Meditationen fehlen oder du dir einen sanften Einstieg wünschst, habe ich ein kleines Geschenk für dich:

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Drei kurze, geführte Meditationen über drei Tage, die dir helfen, wieder anzukommen, ganz ohne Druck, ohne Verpflichtung, ganz in deinem Tempo.

Sie sind ideal, um:

  • wieder ins Spüren zu kommen,

  • meine Stimme und Art der Begleitung kennenzulernen,

  • Meditation wieder als etwas Wohltuendes zu erleben.

  • um direkt starten zu können ohne erst nach einer passenden Meditation suchen zu müssen

Hier findest du alle Infos zu den Mini-Meditationen

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Wenn du dir darüber hinaus irgendwann eine regelmäßige Begleitung wünschst, findest du bei mir verschiedene Meditationsräume, die dich im Alltag unterstützen, live, geführt und in Gemeinschaft.

Aber für jetzt darf eines reichen: Ein kleiner Schritt zurück zu dir. 💛

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Warum Meditationsroutinen oft scheitern und warum das nichts mit Disziplin zu tun hat

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Warum Meditation gerade dann hilft, wenn du keine Zeit hast