Warum Meditationsroutinen oft scheitern und warum das nichts mit Disziplin zu tun hat
Ich wusste jahrelang, dass Meditation mir guttut.
Ich habe es gespürt. Ich habe es immer wieder gelesen, gehört, gefühlt. Und trotzdem ist es bei mir lange Zeit genau das geblieben: ab und an mal.
Mal ein paar Tage. Mal ein paar Wochen.
Und dann war es wieder vorbei.
In meinem Kopf war die Erklärung schnell gefunden:
Ich bin einfach nicht diszipliniert genug. Warum schaffen Andere das? Warum bekomme ich das nicht hin?
Heute weiß ich: Das war nicht nur unfair mir selbst gegenüber, es war auch schlicht nicht wahr.
Wenn man weiß, was guttut und es trotzdem nicht lebt
Ich kenne dieses Gefühl so gut.
Dieses innere Wissen, dass etwas hilfreich wäre, beruhigend, stärkend und gleichzeitig das permanente Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse.
Bei mir stand ich selbst sehr lange ganz unten auf meiner Prioritätenliste.
Erst kamen die Kinder, die Familie.
Dann die Arbeit.
Dann Haushalt, Einkaufen, Kochen, Wäsche, Termine.
Und irgendwo ganz hinten: ich.
„Nachher.“
„Wenn ich Zeit habe.“
„Wenn das noch erledigt ist.“
Und genau dieses nachher kam fast nie.
Abends war ich müde. Morgens gehetzt.
Und jedes Mal, wenn ich wieder nicht meditiert hatte, kam leise diese Stimme: Siehst du? Du ziehst es einfach nicht durch.
Warum Meditationsroutinen nicht an Disziplin scheitern
Disziplin klingt nach Stärke, nach Durchhalten, nach Kontrolle. Aber Meditation braucht genau das oft nicht.
Meditation ist keine Aufgabe, die man abhakt. Sie ist keine Leistung, die man erbringt. Meditation ist eine Beziehung zu sich selbst.
Und Beziehungen funktionieren nicht über Druck.
Gerade Frauen, die viel Verantwortung tragen, sind oft sehr diszipliniert, nur eben für alles andere. Sie funktionieren, sie kümmern sich, sie halten durch. Und genau deshalb fühlt sich der Gedanke, noch disziplinierter sein zu müssen, beim Meditieren oft eher belastend als unterstützend an.
Der Punkt, an dem sich für mich etwas verändert hat
Bei mir kam irgendwann ein Punkt, an dem einfach nichts mehr ging. Ich war erschöpft, innerlich leer und gleichzeitig wusste ich ganz klar: Meditation hilft mir.
Nicht theoretisch.
Nicht irgendwann.
Sondern ganz konkret.
Und ich habe mir damals zum ersten Mal ganz bewusst etwas erlaubt: mir selbst wichtig zu sein.
Nicht erst nach allem anderen. Nicht nur, wenn noch Zeit übrig ist. Sondern jetzt.
Ich habe mir erlaubt, mir morgens ein paar Minuten für mich zu nehmen. Nicht, weil ich disziplinierter sein wollte, sondern weil ich wusste, dass es mir guttut. Diese Erlaubnis war der eigentliche Wendepunkt nicht der Wille, nicht der Vorsatz.
Es ist nicht die Disziplin, sondern die Erlaubnis, die es braucht.
Warum Routinen besonders in stressigen Zeiten wegbrechen
Wenn der Alltag aus dem Rhythmus gerät, reagiert unser Nervensystem sehr fein. Es schaltet auf Anpassung, auf Überleben, auf Funktionieren. In solchen Phasen geht es nicht darum, Routinen zu perfektionieren, sondern erst einmal stabil zu bleiben.
Wenn Meditation dann wegfällt, bedeutet das nicht, dass sie gescheitert ist. Es bedeutet, dass du gerade viel trägst.
Das Problem entsteht oft erst danach, wenn wir anfangen, uns dafür zu bewerten bzw. uns selbst abwerten.
Was wirklich hilft, dranzubleiben
Eine tragfähige Meditationsroutine entsteht nicht durch Strenge, sondern durch Freundlichkeit. Durch kleine Schritte. Durch Begleitung. Und durch die innere Erlaubnis, sich selbst nicht immer an letzte Stelle zu setzen.
Klingt total banal mit der Erlaubnis aber fühle da mal rein. Genau das ist oft der Punkt, warum wir etwas nicht für uns machen. Weil wir es uns nicht erlauben. Schon gar nicht direkt am Morgen, wo wir noch gar nichts geleistet haben, es uns noch nicht verdient haben.
Kommt dir das auch bekannt vor. Diese Gefühl?
Für viele Menschen ist es hilfreich, gerade beim Wiedereinstieg oder beim Neueinstieg nicht allein zu sein. Geführte Meditationen geben Halt, Struktur und Orientierung. Sie nehmen den Druck, alles richtig machen zu müssen, und öffnen wieder den Raum für das Spüren.
Meditation darf sich deinem Leben anpassen, nicht umgekehrt.
Sanfter Wieder- oder Neueinstieg in deine Meditationspraxis
Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, dann darfst du wissen: Du bist nicht undiszipliniert. Du hast dich lange selbst hinten angestellt.
Und genau hier darf Veränderung beginnen.
Unterstützung für dich
Wenn du dir einen sanften, liebevollen Wiedereinstieg wünschst, lade ich dich herzlich zu meinen kostenlosen Mini-Oasen ein. Dort begleite ich dich die ersten drei Tage mit kurzen, geführten Meditationen, ideal, um wieder bei dir anzukommen und dir selbst Raum zu geben. Du darfst die Meditationen runterladen und gerne immer wieder nutzen.
Hier findest du alle Infos zu den Mini-Oasen: Direkt mit einer Mini-Meditation starten
Du musst nichts beweisen.
Du darfst dir erlauben, wichtig zu sein. 🤍
Von Herzen Jana
